„Transformation beginnt im Kopf“: 6. NRW-Mobilitätsforum inspiriert mit Impulsen von Sascha Lobo.
Die Mobilität der Zukunft entsteht dort, wo Menschen bereit sind, bekannte Wege zu verlassen und neue Technologien, Perspektiven und Ideen zuzulassen. Genau diesen Innovationsgeist bündelte das 6. NRW-Mobilitätsforum auf der MS RheinMagie in Köln. Über 300 Teilnehmende tauschten sich unter dem Motto „Mobilität in Bewegung: umdenken, umbauen, umsteigen“ aus und erhielten wertvolle Impulse. Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag des Spiegel-Kolumnisten Sascha Lobo, der zeigte, wie neue Denkweisen und Innovationen die Mobilität in NRW voranbringen können.
Bereits zum sechsten Mal luden go.Rheinland, der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Akteure aus der Mobilitätsbranche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zum NRW-Mobilitätsforum ein. Zum Auftakt der Veranstaltung hielt Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, einen Impulsvortrag. Er zeichnete ein klares Bild des tiefgreifenden Wandels, den die Mobilität in NRW derzeit durchläuft: Prozesse werden neu gedacht, Strukturen hinterfragt und Verkehrswege anders geplant als bisher.
Im Anschluss diskutierte Krischer gemeinsam mit den Hausspitzen der drei Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in NRW sowie mit Prof. Hilmar von Lojewski, Beigeordneter des Deutschen Städtetags, über notwendige Reformen, Zuständigkeiten und zukünftige Entwicklungen im SPNV.

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland;
Christiane Auffermann, Geschäftsführerin NWL;
Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen;
Michael Vogel, Geschäftsführer go.Rheinland;
Hans-Peter Geulen, Geschäftsführer AVV
Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Spiegel-Kolumnist und Autor Sascha Lobo. Unter dem Titel „Neues Denken, neue Technologien: Wie Innovationen die Mobilität verbessern können“ betonte er, dass Transformation im Kopf beginnt. Lobo zeigte auf, dass ökologische, technologische und gesellschaftliche Veränderungen nur gelingen können, wenn bestehende Denkmuster aufgebrochen und neue Perspektiven zugelassen werden. Forschung, Digitalisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit seien entscheidend, um Innovationen nachhaltig voranzubringen. „Wir brauchen eine echte Kultur des Ausprobierens. Innovationen entstehen nicht aus Perfektion, sondern aus dem Mut, Dinge zu testen, Fehler zuzulassen und daraus zu lernen – sich im besten Sinne voranzuscheitern“, so Lobo in seinem Vortrag.
Wie Transformation konkret gelingen kann, wenn Systeme in Bewegung geraten, diskutierte Lobo zum Abschluss seines Vortrags mit Mathias Mester, ehemaliger Para-Leichtathlet, und Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender DB Regio AG. Das lebendige Gespräch machte deutlich, wie vielfältig die Wege durch den Wandel sein können und wie sehr Perspektiven aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Innovation voneinander profitieren.
Exkursionen durch den Kölner Nahverkehr
Bereits am Vormittag hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, den Kölner Nahverkehr im Rahmen von zehn Exkursionen aus neuen Blickwinkeln kennenzulernen. Die Touren führten zu unterschiedlichen Projekten und Schauplätzen des Kölner Mobilitätssystems, boten inspirierende Einblicke und waren teilweise interaktiv gestaltet. Die Teilnehmenden besichtigten beispielsweise den E-Bus-Betriebshof der KVB in Porz oder das vareo-Werk der DB in Deutz. Vor Ort wurde sicht- und spürbar, wie Theorie und Praxis ineinandergreifen und wie wertvoll der direkte Austausch mit Expertinnen und Experten für die eigene Arbeit sein kann.
Das detaillierte Programm zum Nachlesen finden Sie bei Interesse unter www.nrw-mobilitaetsforum.de
Quelle: Go.Rheinland
Für die Grüne Kreistagsfraktion Düren nahm Georg Schmitz an der Veranstaltung teil. Er sah vormittags bei der Radeexkursion zahlreiche umgewandelte Fahrspuren, die jetzt ein sicheres und zügiges Radfahren ermöglichen. Köln ist zwar eine hektische Großstadt, aber man sieht den Willen zu Veränderung und zu gerechterer Verteilung des öffentlichen Raumes. Nicht nur Fuß- und Radverkehr haben nun mehr Platz und es gibt mehr Grün, auch die Außengastronomie profitiert davon und bringt Leben in den öffentlichen Raum zurück.
Bilder unten: Die neue S-Bahn fürs Rheinland


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